16. November 2011, 18:31 | Kategorien: Magazin

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.

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20. Mai 2011, 19:22 | Kategorien: 1. Bundesliga, Fußball

Die Medien und der VfL Bochum haben es hinbekommen, dass ich mal wieder unter insideSPORT blogge.

Es geht mir heute mal um die Nachspielzeit, die seit gestern Abend ein großes Medienbuhu geschaffen hat. Bereits angefangen bei Steffen Simon in der ARD oder auch Friedhelm Funkel. Der war ja auch alles andere als klug aufgestellt am gestrigen Abend.

Der Vorfall: Günter Perl lies durch seinen 4. Offiziellen 2 Minuten Nachspielzeit anzeigen. Nichts unübliches in Fußball Deutschland. Unüblich war, dass Perl nicht nach exakt 120 Sekunden dann abpfiff, sondern die verlorene Zeit in eben diesen 120 Sekunden dran hing. So kam es zu dem natürlich unglücklichen Ding für den VfL Bochum, dass Borussia Mönchengladbach noch das 1:0 schoss und somit die bessere Ausgangslage für das Rückspiel hat.

Was mich dabei so tierisch aufstößt, dass sogenannte Kommentatoren, Trainer und Spieler sich über diese Auslegung von Günter Perl aufregen. Vielleicht sollten die Herren (und Damen) mal ins Regelwerk der DFL schauen! Den in diesen heißt es:

Der Vierte Offizielle zeigt am Ende der letzten Minute jedes Spielabschnitts an, wie viele Minuten gemäß Entscheidung des Schiedsrichters mindestens nachgespielt werden.

Oh, erster Knackpunkt. Da heißt es also mindestens. Und liest man da noch ein wenig weiter, wird es gleich noch viel interessanter und sämtliches blöde geschaue und kommentiere darf gestrichen werden.

Diese Anzeige ist keine exakte Angabe der nachzuspielenden Zeit. Der Schiedsrichter kann die Nachspielzeit bei Bedarf verlängern, nicht aber kürzen.

Knackpunkte zwei und drei. Es ist also keine exakte Angabe und genau so kann der Schiedsrichter die Zeit daraufhin sogar verlängern, je nach Bedarf. Und wenn wir Knackpunkt vier noch bräuchten, dann steht da sogar noch drin, dass der Schiedsrichter die Nachspielzeit nicht verkürzen darf. Das angezeigte ist also die Pflicht für die minimale Nachspielzeit, kann nach oben aber weiter gesteckt werden.

Warum also hochbezahlte Kommentatoren, Moderatoren, Sideline Reporter, Trainer und Spieler über solch eine Regel sich aufregen, versteh ich nicht. Wenn wir die Nachspielzeit als festgesetzte Marke betrachten, können wir uns in Zukunft auch auf Zeitspielerei ohne Ende einstellen. Es ist nicht unklug, die NSZ nach oben hin “flexibel” gestaltet zu haben.

Welcher Flummi möchte, dass die Nachspielzeit exakt eingehalten werden soll, gehört für mich gleich mal abgesäbelt. Wenn ich dann noch so manche Headlines von so mancher deutschen “Sportzeitschrift” lese, bekomm ich das kalte kotzen. Meine Fresse. Lernt die Regeln und hört auf, irgendwelche Propaganda zu betreiben, nur weil das Spiel ansonsten keine Schlagzeilen parat hatte.

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26. Februar 2011, 10:13 | Kategorien: Magazin

Der Bezahlsender SKY scheint sich immer mehr neu positionieren zu wollen im Sportsegment. Größtenteils nicht über neue Rechte, sondern über neue Formate.

Die Ideen, die in der SKY Redaktion derzeit durch den Fleischwolf gedreht werden, sind gar nicht mal so schlecht. Mit “SKY90″ hat man ein Format schon länger im Programm, das taugt. Natürlich gibt es mal schlechtere Ausgaben, aber es gibt halt auch mal richtig gute Ausgabe. Im Vergleich zum “Free-TV-Gegenstück”, dem Doppelpass auf SPORT1, ist die Qualität aber schon eine andere, eine bessere.

Danach entwickelte sich bei SKY das Konzept für “Samstag LIVE!”. Eine Sendung, die wie ein “modernes” Sportstudio daher kommen soll. Die Sendung ist hin und wieder ganz nett. Wer jetzt meint, nett wäre die kleine Schwester von scheiße, der versteht das in diesem Fall falsch. “Samstag LIVE!” ist keine gewöhnliche Sportsendung für mich, sondern versteht sich viel mehr als Unterhaltung mit einigen Sportbreaks. Der Sendung würde aber gut tun, auf mehr als auf den Fußball einzugehen. Wobei wir da bei einem Thema sind, das bei SKY sowieso gänzlich fehlt. Es werden selten bis nie in einer laufenden Sportübertragung für eine andere laufende Sportübertragung geworben. Sollte man mal DEL Highlights im Gepäck haben, so werden die bei jeglichen Fußballübertragungen eher verschwiegen als mal kurz erwähnt.

Mit “Mein Stadion” hat sich SKY eigentlich bei SPORT1 (ehemals DSF) bedient. Beim Free-TV hieß die Sendung damals “Heimspiel – der Fantalk” und wurde ebenfalls in einer Kneipe gedreht. Während sich das DSF, damals noch, in Essen in die 11-Freunde-Bar begab, dreht man das ganze bei SKY in München ab. Mir gefällt die Idee, eine Sendung aus einer Kneipe zugestalten. SKY eröffnet mit der Sendung am Donnerstagabend dazu noch den Spieltag. Ab und zu fehlt mir noch der Bezug zum Fan, der ja tendenziell in der Kneipe vorhanden sein sollte. Da könnte sich SKY sicherlich noch verbessern, aber ansich auch eine gute Sendung.

Am Donnerstag startete dann “Was für ein Spiel!” bei SKY. Eröffnet wurde das Format mit dem Spiel FC Bayern München gegen Borussia Dortmund vom 11. Spieltag der Saison 2000/01. Auch hier find ich die Idee gut, leider stört mich aber die Sendezeit von nur 30 Minuten. SKY sagte zu der Sendung, die Spielen werden mit dem Originalkommentar abgespielt. Da stellt sich mir natürlich die Frage, warum schneidet man daraus eine Zusammenfassung anstatt das gesamte Spiel noch einmal zu zeigen? Wenn ich beim Namen “Was für ein Spiel!” kein besonderes und hochklassiges Spiel sehe, dann brauch ich es nicht sehen. Und wenn da eben der Punkt getroffen wird mit einem Spiel, das sehr gut ist, dann möchte ich es lieber im gänze sehen als nur Ausschnitte. Ich hab mir die Wiederholung des UEFA Champions League Finale von 2001 auch etliche male angeschaut, als Premiere das immer mal wieder wiederholte. Gute Spiele möchte ich ganz sehen und nicht abgehackt.

Unter der Woche gab SKY dann eine weitere Pressemitteilung raus. Die sich vorrangig um einen SKY Sport News-Sender kümmert. Man möchte mit dem News Sender den eigentlich Hintergrund, in meinen Augen, verdecken. SKY hat neues Geld bekommen in Höhe von 48 Millionen EUR, bei denen man eine sofortige Pressemitteilung rausgeben musste. Kommen wir aber zurück zum News Sender (alle Informationen zum Sender bei dogfood), dessen Idee ich begrüßen würde. Das Problem seh ich aber in der Akzeptanz eines Newssenders. N24 und n-tv sind eigentlich die Beispiele in Deutschland, die aufzeigen, dass ein Newssender wenig Sinn macht. Beide müssen sich mit Dokumentationen und Wissenschaftssendung überm Deckel halten. SKY versucht es jetzt mit einem vollständigen Newssender der nur(!) über Sport berichten soll. Dazu fehlt SKY derzeit jegliches Bildmaterial, wie man bsp. auch schon an “Samstag LIVE!” sehen kann. Andererseits ist es natürlich interessant zu sehen, ob es für SKY klappt. Persönlich hätt ich mir lieber einen SKY News Sender gewünscht, mit festinstallierten Sportblöcken. Die Beschränkung auf 24-Stunden-Sport-Nachrichten wird ziemlich einschränken, da ist sich SKY hoffentlich jetzt schon im Begriff.

Vielleicht schafft SKY ja die Sensation mit dem Sender und ihnen gelingt es, ordentliche Blöcke zu installieren. Dann warten wir mal bis Winter ab, dann soll der Sender starten.

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14. Februar 2011, 19:56 | Kategorien: Radsport

Spanien ist eine der, vielleicht die derzeit, beste Sportnation. Gut im Fußball, gut im Handball, gute Tennisspieler und auch gute Radsportler.

Der vielleicht beste Radsportler Spaniens wurde im September 2010 des Dopings überführt und führt ein Jahr gesperrt. Ich will nichts verschreien, aber schon dort hab ich mir gedacht, warum er nur 1 Jahr bekommen hat. Andere Sportler werden nach eines positiven Dopingtests für 2 Jahre gesperrt – er nicht. Jetzt soll die „El Pais“ berichten, dass Contador am morgigen Dienstag entsperrt wird.

Es ist mir unbegreiflich, wie der spanische Verband einen Alberto Contador „so einfach“ freisprechen kann. Will der RFEC damit etwa deutlich zeigen, wie man mit dem Thema Doping umgeht? Scheinbar sehr lapidar und das lässt natürlich vermuten, dass man hinter dem ganzen steht. Übrigens als kleiner Witz dabei: Contador beendete im September seine Saison sowieso. Daher machte ihm die Sperre so oder so nichts aus.

Witzig ist auch, dass ein überführter Sportler in Spanien so leicht freigesprochen wird, während in Deutschland Sportler wegen der Fuentes-Affäre verdächtigt und angeprangert werden. Claudia Pechstein wurde für 2 Jahre gesperrt, weil die ISU es für erwiesen ansah, Pechstein würde Blutdoping betreiben. Handfeste Beweise hatte die ISU allerdings zu keinem Zeitpunkt.

Das ganze spricht nicht für den RFEC. Die Politik in Spanien ist unter aller Sau, sie ist lächerlich und einzig und alleine auf den Erfolg getrimmt, komme was wolle. Die Frage ist doch nun, ob der RFEC stellvertretend für jegliche Sportverbände in Spanien steht? Verdächtige gibt es in Spanien genug und in der Fuentes-Affäre hat man selbst von Real Madrid und dem FC Barcelona geredet.

Im Radsport muss sich nach wie vor etwas ändern, es muss innerhalb des Sportes eine Reinigung stattfindet. Wenn die Kontrollen und positiven Tests nicht mehr ausreichen, dann braucht es neue Methoden.

Ich kann ARD und ZDF verstehen. Beide ziehen sich aus der Tour de France Berichterstattung immer mehr raus und der Fall Contador ist einer dieser Beweise, warum man sie verstehen kann. Der Fall zeigt ganz deutlich, um was in dem Sport geht. Nicht um Fairness, sondern um die Leistung. Schade eigentlich, auch wenn ich seit Jahren bereits Eurosport-Zuseher bin. Der Radsport hat es nicht verdient, aus dem Mainstream zufallen, auch wenn man durch solche Entscheidungen wie im Fall Contador sich lächerlich macht.

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